Die virtuellen Anteile bringen für Investoren bestimmte wirtschaftliche Rechte (Genussrecht) mit sich. Im Folgenden werden diese einzelnen Rechte näher erläutert.


Dividenden

Dividenden dienen dazu, Investoren am laufenden Gewinn eines Unternehmens zu beteiligen. Damit Dividenden ausgeschüttet werden können, ist zunächst ein Gesellschafterbeschluss erforderlich, der die Gewinnverwendung für ein Geschäftsjahr regelt.

Im Falle virtueller Anteile muss nachgewiesen werden, dass deren Halter zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Gesellschafterbeschlusses Eigentümer dieser Anteile waren. Nur Halter, die die virtuellen Anteile zu diesem Zeitpunkt in ihrer Wallet hielten, sind dividendenberechtigt.

Zur eindeutigen Identifizierung wird ein “Snapshot” aller Wallets erstellt, die die virtuellen Anteile zum Zeitpunkt der Beschlussveröffentlichung halten. Dieser Snapshot kann durch einen Admin des Unternehmens-Accounts auf der Plattform erzeugt werden. Automatisch wird dabei ein zusätzlicher Smart Contract erstellt, auf den die auszuschüttenden Dividenden eingezahlt werden. Die berechtigten Investoren können sich einloggen und ihre Dividenden direkt aus dem Smart Contract abheben.

Rechenbeispiel

Formel: GBA = GR / VGK * VG

Beispiel:

Eine GmbH hat ein Stammkapital von 25.000 €, verteilt auf zwei Gesellschafter, und zusätzlich 5.000 virtuelle Anteile ausgegeben. Der Gesellschafterbeschluss sieht vor, 100.000 € auszuschütten. Eine Investorin hält 1.000 virtuelle Anteile.

Ergebnis: 3.333,33 € Dividende für die Investorin.


Liquidationserlöse